Letzte Änderung dieser Website: 21.08.05 |
Bezirkstag
Westpfalz 2001
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Leichtathletik-Bezirk Westpfalz bleibt in Otterberger Hand Hans-Werner Geiss übernimmt den Vorsitz von Karl-Heinz Schröder |
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Pirmasens. Nach 21 Jahren "halte ich nun die Stunde für gekommen, mich von dieser Position zurückzuziehen und den Platz als Bezirksvorsitzender freizumachen für einen jüngeren, der die Arbeit in unserem Sinne weiterführt" begründete Karl-Heinz Schröder seinen Abschied aus diesem Amt. Dies sei jedoch kein Abschied von der Leichtathletik, denn "persönlich werde ich mich keinesfalls aus der Leichtathletik verabschieden oder gar zur Ruhe setzen, sondern weiter als Übungsleiter in meinem Verein ... mit unserer Sportart verbunden bleiben" erklärte er. Mit dem 53-jährigen Hans-Werner Geiss wurde ein engagierter und fachlich kompetenter Nachfolger gefunden, der in Leichtathletik-Kreisen als Gehertrainer und Kampfrichter weit über die Landesgrenzen einen guten Ruf hat
Als Heimatvertriebener aus Pommern kam die Familie Schröder 1960 "in die Pfalz und im darauf folgenden Jahr nach Otterberg", wusste der stellvertretende Vorsitzende des Bezirks, Manfred Kettenring, zu berichten. Zuerst Fußballschiedsrichter, "dem einzigen Schatten im Lebenslauf", übernahm er 1969 die Leichtathletik im SV Otterberg. Da er "bei allem und immer mit ganzem Herzen dabei" war, wurde er 1978 zweiter und 1980, als der damalige Vorsitzende Heinz Stühn wegen des Boykotts der Olympischen Spiele in Moskau zurück trat, erster Vorsitzender des Bezirks Westpfalz. Mit "seltenem Engagement" arbeitete er auf allen Veranstaltungen des Bezirks mit, half im Unterricht und bei Sportfesten der Schulen und machte Sondertraining mit Talenten des Bezirks, nicht um diese abzuwerben, sondern um sie fördern. "Tatsache ist, Karl-Heinz Schröder hat alles aus Leidenschaft für die Leichtathletik getan und das ist das Entscheidende." Die Ehrungen des Leichtathletik-Verbandes Pfalz (LVP) und des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV) und "auch das wirklich wertvolle Hornberger Schild hast du als einer der wenigen zurecht erhalten", stellte Kettenring abschließend fest und bedankte sich auch bei Schröders Frau, ohne deren Unterstützung das alles nicht möglich gewesen wäre.
In seinem letzten Bericht als Bezirksvorsitzender fand Schröder neben lobenden Worten auch einige Ansatzpunkte zu Kritik. Zunächst wies er darauf hin, dass sich das Leistungsniveau im Bezirk gefestigt habe und alle Bezirksmeisterschaften dank des in der Westpfalz entwickelten Kampfrichterhelfersystems durchgeführt werden konnten. Ein weiteres Problem sei die Ausdünnung der Teilnehmerfelder oberhalb der B-Schüler-Klassen, der man entschieden gegensteuern müsse. Hierzu bat er die Vereine, ihre leistungsstarken Athleten auch bei Bezirksmeisterschaften starten oder einfach nur durch einen "Weltmeister" oder "Deutschen Meister" eine Siegerehrung vornehmen zu lassen. Dies sollte trotz der übervollen Terminpläne im Hinsicht auf die positive Wirkung auf die jungen Athleten möglich gemacht werden. Zum Doping, "die Geisel des Sports", vertrat Schröder eine klare Meinung: es "schadet unserer Sache" und es muss gegen die Sünder "in aller Schärfe ... vorgegangen werden". " Für unseren Bezirk hoffe ich, dass wir davon verschont bleiben, denn der Sport, den wir betreiben, soll ein Lebensbegleitender sein und der Gesunderhaltung unseres Körpers dienen. Wir haben mit unserer Leichtathletik die besten Voraussetzungen dafür." Schröder wies darauf hin, dass in der Westpfalz einige Athleten und Athletinnen mit ihren hervorragenden Leistungen Werbung für die Leichtathletik machten. An sie wollte er in unserer schnelllebigen Zeit noch einmal erinnern: Nastja Ryshich vom LAZ Zweibrücken wurde erste Hallenweltmeisterin im Stabhochsprung (im Jahr davor Deutsche Juniorenmeisterin), ihr Vereinskamerad Marvin Osei-Tutu wurde im Stabhochsprung zweimal Deutscher Jugendmeister im Freien und einmal in der Halle. Stephan Pietack vom LV kö Pirmasens gewann die Deutscher Jugendmeisterschaft im Weitsprung und Dagmar Kulma vom LAZ Zweibrücken wurde Titelträgerin im Hochsprung bei den Deutschen B-Jugendmeisterschaften. Positive Auswirkung haben nach Schröders Meinung auch die Leichtathletik-Meetings in Otterberg und Zweibrücken, die über Deutschland hinaus in Europa und Übersee bekannt seien. Kritisch merkte er an, dass sich zwar die Sportstättensituation durch die Kunststoffbahn in Ramstein verbessert habe, die Leichtathletik jedoch nur wenig davon profitiere, weil sie in Ramstein nur noch auf dem Papier existiere. Er vertrat die Meinung, dass der Standort Ramstein nach politischen Gesichtspunkten ausgewählt wurde und meinte, der Kompetenzstreit zwischen Kommunen und höheren Verwaltungen führe "bei uns in den Vereinen oft zu einem Mitarbeiterfrust". Zu Schröders Bedauern sind die Positionen der Kreisjugendwarte im Bezirk seit Jahren unbesetzt. Im Kreis Kaiserslautern konnten, nicht zuletzt durch das Engagement von Hans-Werner Geiss, die Einzel-, Mehrkampf-, Staffel- und Gehermeisterschaften durchgeführt werden. Angesichts der vorhandenen Sportstätten schlug er vor, "im Kreis Pirmasens mit dem gleichen System vorzugehen, indem sich an der Sache interessierte Vereine zusammen tun und diese Meisterschaften für ihren Bereich organisieren und vielleicht Zweibrücken noch dazu nehmen". Hinsichtlich der finanziellen Situation der Fachverbände sprach er die Bitte an die Vereine aus, für die Mitgliederstatistik des Sportbundes alle Leichtathleten auch als solche zu melden, da die Totomittel nach diesen Meldungen verteilt werden.
Im Rahmen
des Bezirkstages wurden noch folgende Ehrungen vorgenommen: Der neue Vorstand
des LVP, Bezirk Westpfalz: Norbert Dörschel |